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[建筑风格]巴洛克式-德雷斯顿宫廷教堂
来源:文国网 时间:2007年03月23日 09:38      [ 词霸划词 已启用]  文章评论我来评论        进入社区

Geschichte der Wundern Kirche

Bausgeschichte

Viel beschrieben, legendenumwoben, weltbekannt. Man nannte sie schon einen „Trotzkopf“, den „protestantischen Petersdom“ oder die „Feste Burg“. Nicht umsonst steht vor ihr Martin Luther - als Denkmal zur Erinnerung an die Zeit der Reformation. Die Frauenkirche zu Dresden ist Symbol der Stadtgeschichte, sichtbarer Mittelpunkt Dresdens und zugleich Zeichen bürgerlicher Kultur der ehemaligen Residenz- und heutigen Landeshauptstadt.

Sie war seit Anbeginn eine Herausforderung, und ist es bis heute geblieben. Ein bautechnisches Wunder, zumal es um 1730 noch keine multifunktionalen Baukräne und keine Animationen via PC gab. Allerhöchstens Konstruktionen aus Holz und Seil, gefertigt von einfachen Zimmermännern.

Wie aus einem Guss hergestellt aus dem prägnanten sächsischen Sandstein ist die Frauenkirche neben Zwinger, Semperoper und Schloss das architektonische Kleinod Dresdens. George Bähr, der Erbauer in barocker Zeit, verhalf der Kirche und sich selbst zu Weltruhm. Es gab in ihrer über 250jährigen Geschichte Kriege, Hungersnöte, Flutkatastrophen. Und wie für wenige Bauwerke auf der Welt gilt der einst sozialistische Spruch wirklich: „Auferstanden aus Ruinen“. Man könnte sagen, die Kirche hat mehrere Leben schon hinter sich - auf Grund der vielen Sanierungen und der fast völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.

Eines ist mit eigenen Augen zu sehen: Sie ragt wieder in den Dresdner Altstadthimmel, nachdem lange Zeit die benannten Kräne um ihre wachsende „Außenhaut“ schwebten und Baucontainer ihr Nachbarschaft leisteten. Viele kleine und große Anekdoten umgeben die sandsteinerne Kuppel. Manche davon sind amüsante Legenden, manche leider allzu wahre Geschichte.

                                                       Zerstörung

Jede Stadt kennt Schicksalsschläge. Feuerstürme, Flutkatastrophen, Erdbeben, Orkane. Die Natur misst sich „gerne“ mit dem Menschen, um dessen Grenzen aufzuzeigen. Nicht selten ist es der Mensch selbst, der die Natur herausfordert. Und oft fordert er sich gegenseitig heraus. Die größte Form dieser Herausforderung heißt: Krieg. Dresden hat große Brände, Flutkatastrophen, die Auswirkungen drohender Naturkräfte erlebt. Und allzu große Kriege, die das Stadtbild gefährdeten, ja zerstörten. Der Siebenjährige Krieg, die Napoleonischen Kriege, und dann der Zweite Weltkrieg. Das waren in der Stadtgeschichte Zäsuren, die sich in die Entwicklung der Stadt wie tiefe Wunden einkerbten.

Am 15.02.1945 sank die Frauenkirche zu Dresden in sich nieder, ausgehöhlt durch den Brand, von der Hitze aufgefressen. Der Krieg kannte nur „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Zumal die Völkerkatastrophe zwischen 1939 und 1945 keine einfachen Erklärungen kennt. Erschütternd für die Menschen, die Nacktheit des menschlichen Schicksals miterlebend, waren die Bilder des Schutthaufens gewiss. Der Mythos der „Steinernen Glocke“ wurde zwei Tage nach einem 14 Stunden dauernden Luftangriff begraben.

Ironie der Geschichte war es, dass die Frauenkirche erst 1942 nach langwierigen Restaurierungsarbeiten wieder eingeweiht wurde. Eine Schließung war 1938 nötig geworden, um die Statik der Kirche zu sichern. Die Baukunst George Bährs blieb trotz aller Genialität ihrer Zeit geschuldet. Die Kräfte der konkaven Kuppel legten sich weniger auf die Außenmauern als auf die acht Mittelpfeiler und erzeugten Risse, die am Kuppelansatz immer wieder Regenwasser in den Innenraum einsickern ließen. Der viel größere Riss in der Geschichte Dresdens sollte mit den Trümmern der Frauenkirche ein Symbol erhalten, über die Stadt hinaus Zeichen für die Irrungen menschlichen Handelns schlechthin.

WiederAufbau

Bereits in der noch wüst dahinsiechenden Stadt kamen Gedanken auf, den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche zu initiieren. Erste Spendenaufrufe ein Jahr nach dem Zweiten Weltkrieg und denkmalpflegerische sowie archäologische Untersuchungen zeigten, dass die Frauenkirche tatsächlich Symbol Dresdens war, ein Mythos, der weiterleben sollte. Doch die Geschichte der DDR verlief anders, die Einparteienführung des Staates zollte alten, zerstörten Bauwerken wenig Interesse - und auch vor Abriss wurde nicht zurückgeschreckt. Letztlich ist die Ruine der Frauenkirche erst deswegen zum Mahnmal für Frieden und gegen den Krieg geworden, weil das Herz der Bürger Dresdens,

Kunsthistoriker, Archäologen, Architekten und Denkmalpfleger an diesem einmaligen Bau aus ganz verschiedenen Gründen hing.

So konnte der „Ruf aus Dresden“ durch die „Bürgerinitiative zum Wiederaufbau der Frauenkirche“ erst am 13.02.1990 weltweit beachtet werden – und die enormen Spendenzahlen im Laufe von 15 Jahren sprechen für die Anteilnahme. Wenn die 95 Meter hohe Kirche innen wie außen 2005 offiziell eingeweiht ist, haben über eine halbe Million Menschen aus der ganzen Welt über 100 Millionen Euro gespendet.

Die Bausumme beträgt dann 130 Millionen Euro, finanziert durch Stifterbriefe, Souvenirs und Spenden von anderen Stiftungen oder Privatpersonen. Die Ruine der Frauenkirche war so nicht nur Mahnmal, sondern auch sinnfälliges Zeichen einer friedlichen Revolution gegen die ruinöse Politik des sozialistischen Staates.

Der Wiederaufbau der Frauenkirche ist ein bautechnischer Kraftakt. Allein die Bergung und Sortierung der etwa 8500 Kirchsandsteine aus den Trümmern und das Zusammenfügen eines Puzzles von 2000 erhaltenen Einzelstücken aus dem Altarbereich bedeuteten Kleinstarbeit. Die komplexe und komplizierte Geometrie

der Frauenkirche mit ihren konkaven, mehrfach gekrümmten Flächen und dem quadratischen Grundriss konnte aus Originalplänen George Bährs, historischen Fotographien, Aufmaßplänen des 19. und 20. Jahrhunderts und den Ruinenteilen der Kirche rekonstruiert werden. Vom Beginn der Bauarbeiten im Februar 1993, der Räumung des 20 000 Kubikmeter großen Trümmerberges über die Einweihung der Unterkirche 1996, der Übergabe des Kuppelkreuzes im Jahr 2000 durch den Herzog von Kent bis zum Aufsetzen der Turmhaube am 22.06.2004 entpuppte sich die Kirche aus den Baugerüsten zu alter Schönheit.

Und somit nach der Logik gesunden Menschenverstandes nicht auf ein Baugerüst steigen konnte. Die Berichte über einen Selbstmord oder Mord wurden Bähr demnach nur „angedichtet“. Sei es wie es sei, kein Zeuge kann mehr davon berichten, wichtige Quellen sind verbrannt, und die Phantasie der Forscher und Autoren wurde umso mehr belebt. Frei nach dem Motto: Zu einem ungewöhnlichen Leben gehört ein ungewöhnlicher Tod.

Eine Kuriosität mit realem Hintergrund ereignete sich zur Zeit des Sozialismus. Nach den Kriegswirren war auch der Wiederaufbau einem ständigem Hin und Her ausgesetzt. Im Mai 1959 erreichten die Auseinandersetzungen zwischen Denkmalpflegern und der Staatsmacht einen tragikkomischen Höhepunkt. Die bereits geordneten Steine der Kirchruine wurden abgefahren, um damit ausreichend Parkplätze für die Regierungsfahrzeuge zu gewinnen. Anlass war die Wiedereröffnung des Grünen Gewölbes nach der Rückkehr von Kunstschätzen aus der Sowjetunion. Etwa 300 Kubikmeter Steine gingen bei dieser „Staatsaktion“ verloren. Den Rest konnten die engagierten Denkmalpfleger retten. Ein eigentlich anders gemeintes Credo spricht die Schizophrenie sozialistischer Kulturpolitik aus: „L’art pour l’art.“ Die Kunst um der Kunst willen, oder Steine der Frauenkirche für das Grüne Gewölbe.

 

Kuriositäten

Kräne und Bagger gab es im 18. Jahrhundert noch nicht. Und so musste George Bähr 19 000 Kubikmeter Erdreich über eine geneigte Ebene von Pferdegespannen bewegen lassen. Die Baugrube, welche einem dreimeterhohen Fußballfeld entsprach, ließ sich so in ungefähr 9500 Einzelfahrten ausheben. Allein für Fundament und Kellermauerwerk benötigte der Bauherr 7600 Kubikmeter Mauerwerk, die mit Pferdefuhrwerken transportiert und dann vertikal durch Seil- und Holzkonstruktionen als Lastenheber in die Höhe befördert wurden. Und allein die Anfertigung der Baugerüste durch Zimmermänner war zur damaligen Zeit ein Aufwand ohnegleichen.

Eine Kuriosität anderer Art: Über das Ableben George Bährs verbreiteten sich schnell Gerüchte, die besagten, er habe sich entweder selbst vom eigenen Baugerüst der Frauenkirche gestürzt, er stürzte versehentlich aus Altersschwäche oder aber er wurde gestürzt. Die Verschwörungstheorien, welche auf Grund der Auseinandersetzung um die steinerne Kuppel und der „katholischen Konkurrenz“ seitens des Hofkirche-Architekten Chiaveri vor allem im 19. Jahrhundert kolportiert wurden, „bezeugten“ die Gebeine Bährs. Der gebrochene Schädel des Toten sollte Beweis sein für das gewaltsame Ende. Wieder andere gehen davon aus, dass laut Quellen George Bähr an das Bett gefesselt war –

und somit nach der Logik gesunden Menschenverstandes nicht auf ein Baugerüst steigen konnte. Die Berichte über einen Selbstmord oder Mord wurden Bähr demnach nur „angedichtet“. Sei es wie es sei, kein Zeuge kann mehr davon berichten, wichtige Quellen sind verbrannt, und die Phantasie der Forscher und Autoren wurde umso mehr belebt. Frei nach dem Motto: Zu einem ungewöhnlichen Leben gehört ein ungewöhnlicher Tod.

Eine Kuriosität mit realem Hintergrund ereignete sich zur Zeit des Sozialismus. Nach den Kriegswirren war auch der Wiederaufbau einem ständigem Hin und Her ausgesetzt. Im Mai 1959 erreichten die Auseinandersetzungen zwischen Denkmalpflegern und der Staatsmacht einen tragikkomischen Höhepunkt. Die bereits geordneten Steine der Kirchruine wurden abgefahren, um damit ausreichend Parkplätze für die Regierungsfahrzeuge zu gewinnen. Anlass war die Wiedereröffnung des Grünen Gewölbes nach der Rückkehr von Kunstschätzen aus der Sowjetunion. Etwa 300 Kubikmeter Steine gingen bei dieser „Staatsaktion“ verloren. Den Rest konnten die engagierten Denkmalpfleger retten. Ein eigentlich anders gemeintes Credo spricht die Schizophrenie sozialistischer Kulturpolitik aus: „L’art pour l’art.“ Die Kunst um der Kunst willen, oder Steine der Frauenkirche für das Grüne Gewölbe.

 

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