41 Lymphozyten nach erfolgreicher Bekämpfung der Erreger zu
42 Gedächtniszellen ausgebildet wird; d.h. sie speichern die
43 Struktur des Antigens wie in einer Datenbank. Außerdem
44 besitzen sie eine wesentlich längere Lebensdauer als andere
45 Immunzellen. Weil ein Teil der T- und B-Lymphozyten über ein
46 Gedächtnis verfügt, erkennen sie bei einem erneuten Kontakt
47 mit dem gleichen Erreger diesen wieder. Deshalb sind sie in der
48 Lage, ihn schneller zu bekämpfen. So kommt es oft erst gar
49 nicht zu einer Erkrankung. Diesen Effekt macht sich die
50 Medizin bei Schutzimpfungen, z.B. gegen Typhus oder
51 Hepatitis, zunutze. Dadurch daß den Patienten inaktive Erreger
52 gespritzt werden, wird das Immunsystem dazu veranlaßt,
53 entsprechende Antikörper zu bilden. Das ist auch ein Grund,
54 warum wir viele Kinderkrankheiten nur einmal bekommen.
55 Dieser Schutzmechanismus funktioniert aber bei einigen
56 Krankheiten, wie z.B. Erkältungen, nicht so perfekt. Das liegt
57 daran, daß sich die Erreger ständig verändern und die
58 Gedächtniszellen sich nicht so schnell auf die Veränderungen
59 einstellen können. Daher ist es notwendig, daß wir unserer
60 körpereigenen Abwehr dabei helfen, den Organismus zu
61 unterstützen. Nur so sind wir in der Herbstzeit gut gegen die
62 Erkältungsgefahr geschützt.
-e Killerzelle (Z.11 ) eine besondere Art von Zelle, die Antigene vernichtet
-s Knochenmark (Z.23) eine weiche Substanz, die im Innern mancher Knochen ist
-r Typhus (Z.50) gefährliche Infektionskrankheit
-e Hepatitis (Z.51) Leberentzündung
Immunzellen werden im Knochenmark (1) gebildet, wandern in die hinter dem Brustbein liegende Thymusdrüse (2) und reagieren im Gewebe (3, 4, 5) mit Antigenen.